Sprache

Eisklettern

Eisklettern

Eisklettern

Eisklettern

Eisklettern

Eisklettern

Eisklettern

Das Simplongebiet bietet unbegrenzte Möglichkeiten im Eisklettern. Es hat rund 21 Routen, die längste über 3 Eisfälle mit ingesamt 500m Länge. Begehung auf eigene Gefahr.

Die Südregion des Simplons ist ein Eldorado für erfahrene Eiskletterer. Dem Kenner bieten sich hier unbegrenzte Möglichkeiten. Die wichtigsten Eisfälle führen wir unten auf. Wir machen dringend darauf aufmerksam, dass sich die Verhältnisse je nach Wetterlage rasch ändern und das der Lawinengefahr jederzeit grosse Aufmerksamkeit geschenkt werden muss.

 

1. MINOTAURO

Schwierigkeitsgrad

Länge

Lage Höhe Bemerkungen
Äusserst schwierig 200  NW 900 Nur selten in gutem Zustand

Der Eisfall befindet sich gegenüber der ehemaligen italienischen Zollstelle bei der Landesgrenze. Nach der Überquerung des Flusses Diveria die Rinne hinauf bis zum kleinen Felsvorsprung steigen. 1 Std.

Schöner, aber schwieriger Wasserfall. Darf wegen grosser Lawinengefahr nur bei sicheren Schneeverhältnissen begangen werden.

Der Abstieg erfolgt durch Abseilen. Rastplätze sind mit Bohrhaken ausgerüstet.

 

2. SUSPIRA

Schwierigkeitsgrad Länge Lage Höhe Bemerkungen
Äusserst schwierig 300  N 1000    Nur selten in gutem Zustand

Start ist bei der Doppelkurve (Ramserna) ca. 1.5km oberhalb Gondo. Bei der untern Kurve den Hang hinuntergehen, die Diveria überqueren und auf der Gegenseite aufsteigen bis zum Fuss der vereisten Platte.

Schöner Wasserfall am Rande der grossen Pala di Gondo. Über den eher flachen Eishang auf der rechten Seite des untersten Wandabschnittes erreicht man nach zirka 150 Metern die drei schwierigen Seillängen.

Am Ende des Wasserfalls begibt man sich rechts zum Felsgrat und steigt den Wald zurück bis auf einen vereisten Felsvorsprung. Durch Abseilen an Bäumen und mittels eingerichteter Stände geht's zurück zum Fuss des Falls.

 

3. ALICE

Schwierigkeitsgrad Länge Lage Höhe Bermerkungen
Äusserst schwierig  280  N  1300 Prachtvolle Route.

Von Gondo etwa 1.5km Richtung Simplon bis zum Parkplatz nach der Doppelkurve fahren. Zu Fuss die Strasse weitergehen bis zur Galerie und dann hinunter zur Diveria, diese überschreiten und die Rinne aufsteigen bis zum Fuss des Wasserfalls. 1 Std.

Sehr schöne Route. Sie ist von der Strasse aus gut sichtbar. Das lange Mittelstück ist sehr schwierig.
Die Rastplätze sind alle auf Eis einzuplanen.

Der Abstieg erfolgt durch den Wald links neben dem Wasserfall.

 

4. SIMPLON WHITE

Schwierigkeitsgrad

Länge

Lage

Höhe

Bermerkungen

Äusserst schwierig

140  N 1100  Schöner Eisfall

Start in Casermetta auf der Brücke der alten Simplonstrasse (Brücke zwischen Tunnel und künstlicher Galerie). Von der Brücke ist der Eisfall in Richtung Gondo auf der rechten Flussseite gut sichtbar und in 15 Minuten erreichbar.

Ein sehr schöner Eisfall. Die erste Seillänge über die senkrechte Kerze ist der schwierigste Teil. Auf der linken Seite des Falls sind zwei ausgerüstete Rastplätze. Über die Rinde, von welcher der Wasserfalls entspringt, erreicht man die Route: Flash di notte (Route 6)

Abseilen. Achtung: 50m Doppelseil reichen knapp!

 

5. CORVO NEGRO

Schwierigkeitsgrad

Länge

Lage

Höhe

Bermerkungen

Sehr schwierig

300

 N

1060  

Start in Casermetta auf der Brücke der alten Simplonstrasse (Brücke zwischen Tunnel und künstlicher Galerie). Der Eisfall beginnt links vom Eingang zum Museum Fort Gondo und ist in 15 Minuten erreichbar.

Schöne Kletterroute in einem engen Graben. Die erste Hälfte ist eher leicht. Im oberen Teil folgen drei schwierige Vorsprünge. Am Ziel befinden sich ausgerüstete Rastplätze.

Abseilen. Nach den obersten drei Seillängen sind jeweils Rastplätze mit Bohrhaken. Nachher dienen einzelne Bäume zur Sicherung.

 

6. FLASH DI NOTE

Schwierigkeitsgrad

Länge

Lage

Höhe

Bermerkungen

Äusserst schwierig

160

 N

1440 Viel Kondition ist gefragt

Start in Casermetta auf der Brücke der alten Simplonstrasse.

Langer und schwieriger Eisfall, in Anbetracht des anspruchvollen Zugangs darf er nur bei guten Bedingungen und mit bester Kondition bestiegen werden. Die senkrechte Kerze in der dritten Seillänge ist die Schlüsselstelle. Die Rasten sind auf Eis einzuplanen.

Nach dem Wasserfall rechts abbiegend 150m durch den Wald, am Ausgang Nessi (Route 7) vorbei und nach der Felswand diagonal hinunter in die Schlucht Grossgigufer und diese hinuntersteigen.

 

7. NESSI

Schwierigkeitsgrad

Länge

Lage

Höhe

Bermerkungen

Äusserst schwierig

260

 N

1420 Gute Kondition

Start in Casermetta auf der Brücke der alten Simplonstrasse. Der Eisfall befindet sich in einer engen Schlucht auf der rechten Seite talabwärts. Diese Schlucht hochsteigen bis zum Fuss des Falls, zum Teil sehr schwierige Passagen. Anmarsch von der Strasse beträgt mindestens 2 Std. und nur mit Kletterausrüstung zu bewältigen.

Langer und schwieriger Eisfall, in Anbetracht des anspruchvollen Zugangs darf er nur bei guten Bedingungen und mit bester Kondition bestiegen werden. Die Rasten sind auf Eis einzuplanen. Der Aufstieg ist teils sehr schwierig und steil, 85/90 Grad.

Nach rechts und nach der Felswand diagonal hinunter in die Schlucht Grossgigufer und diese hinuntersteigen.

 

8. GROSSGIGUFER

Schwierigkeitsgrad

Länge

Lage

Höhe

Bermerkungen

Äusserst schwierig Touren

 

 

 

siehe Nr. 9; Lawinengefahr

 Von Casermetta die Galerie in Richtung  Simplon 100m bis zur Öffnung gehen und dann draussen parallel zur Galerie 430 m weiter die Aufstiegsrampe hochgehen. Hier auf der Galerie beginnt die Schlucht. (Bei der Galerieöffnung ist Parkiermöglichkeit.)

In der langen Grossgigufer-Schlucht befinden sich mehrere sehr schwierige Eisfälle. Zudem ist die lange Schlucht eine gefürchteter Lawinenzug.

Zurück in Schlucht abseilen und diese hinuntersteigen.

 

9. MEETING WALL

Schwierigkeitsgrad

Länge

Lage

Höhe

Bermerkungen

Äusserst schwierig

240

 N

1560 Lawinengefahr

 Von Casermetta die Galerie in Richtung  Simplon 100m bis zur Öffnung gehen und dann draussen parallel zur Galerie 430 m weiter die Aufstiegsrampe hochgehen. Hier auf der Galerie beginnt die Schlucht. (Bei der Galerieöffnung ist Parkiermöglichkeit.)

Der Eisfall ist an der schwarzen Wand vom Galeriedach sichtbar. Die Mittel- und die Endwand sind sehr schwierig.

Abseilen, wenn die Bohrhaken nicht verreist sind, sonst rechts des Falls zum Weg steigen, der von Alpe Figinu zur Simplonstrasse führt oder links wie in Flash di note. (Route 6)
 

10. DIABOLIK

Schwierigkeitsgrad

Länge

Lage

Höhe

Bermerkungen

Äusserst schwierig

300

 N

1310 Lawinengefahr

Von Casermetta die Galerie in Richtung  Simplon 100m bis zur Öffnung gehen und dann draussen parallel zur Galerie 430 m weiter die Aufstiegsrampe hochgehen. Auf der Galerie weitergehen, bis man die nächste Schlucht erreicht. Der Eisfall ist ab hier gut sichtbar. Schlucht hochsteigen. 1 Std. (Bei der Galerieöffnung ist Parkiermöglichkeit.)

Der Eisfall ist an der schwarzen Wand vom Galeriedach sichtbar. Die ersten zwei Seillängen sind weniger schwierig. Mittelstück und Ausstieg fordern viel. Längs des Eisfalls sind einige mit Bohrhaken gesicherte Rastplätze.

Rechts des Falls zum Weg steigen, der von Alpe Figinu zur Simplonstrasse führt. Abseilen ist weniger zu empfehlen, wegen brüchigem Fels.

 

11. COULOIR AD IPSILON

Schwierigkeitsgrad

Länge

Lage

Höhe

Bermerkungen

Ziemlich schwierig

180

S 1060 Lawinengefahr

 Von Casermetta die Galerie in Richtung  Simplon 100m bis zur Öffnung gehen und dann draussen parallel zur Galerie 400 m weiter und die Diveria überqueren. Eingang der Rinne ist sichtbar. 15 Min.

Die unteren drei Seillängen sind in einer engen Rille. Nach einem kleinen Amphitheater folgt ein breiter Schlusshang.

Rechts vom Eisfall eignen sich die Bäume zum Abseilen. Am oberen Ende der Rille sind Bohrhaken.

12. CODA DI PAVONE

Schwierigkeitsgrad

Länge

Lage

Höhe

Bermerkungen

Sehr schwierig

80

SE 1150 Wetter wechselt rasch

Von Casermetta die Galerie in Richtung  Simplon 100m bis zur Öffnung gehen und dann draussen parallel zur Galerie 400 m weiter und die Diveria überqueren. Eingang der Rinne ist sichtbar. 15 Min.

Zum Eisfall muss man zuerst die Rille des Couloir ad Ipsilon hochsteigen. Der Coda di Pavone beginnt am Fuss der Felswand, die links die Rinne des Couloir ad Ipsilon sperrt. Mit der ersten Seillänge erklettert man einen schwierigen senkrechten Abschnitt bis zum gesicherten Rastplatz links der Kerze. Die zweite Seillänge ist nur im ersten Teil schwierig. Ausgerüsteter Rastplatz links des Eisfalls.

Abseilen bis Fuss, dann den kurzen Schneehang absteigen bis Standplätze des  Couloir ad Ipsilon. Weiter wie Route 11.

13. COULOIR DELLA SCOPERTA

Schwierigkeitsgrad

Länge

Lage

Höhe

Bermerkungen

Sehr schwierig

500

 N

1150 3 Etappen

Ausgangspunkt ist Alte Kaserne. Richtung Gondo vor der Galerie über den Figinu-Steg gehen und weiter auf der rechten Seite der Diveria, bis man nach 15 Min. zur anfänglich engen Rinde gelangt.

Sehr langer Eisfall. Er verläuft über drei Felsvorsprünge. Der oberste Fall ist nicht mit den untern verbunden. Man kann nach jeder Etappe abbrechen. Die Rasten sind auf dem Eis vorzusehen.

Links weitergehen, bis man den Fussweg Figina -  Alte Kaserne erreicht.

14. BUON COMPLEANNO

Schwierigkeitsgrad

Länge

Lage

Höhe

Bermerkungen

Extrem schwierig

120

 N

1250

Nur wenn lange Zeit sehr kalt ist gebildet, selten gute Verhältnisse

 Ausgangspunkt ist Alte Kaserne. Richtung Gondo vor der Galerie über den Figinu-Steg gehen und weiter auf der rechten Seite der Diveria, bis man nach 30 Min. an der Scoperta vorbei zum Eisfall an der schwarzen Felswand gelangt.

Extrem schwieriger Eisfall. Schwierige Vorsprünge und Kerzen. Nur für sehr erfahrene Kletterer.

Abseilen, links teilweise an Bäumen möglich.

15. EDELWEISS ICE

Schwierigkeitsgrad

Länge

Lage

Höhe

Bermerkungen

Sehr schwierig

100

 N

1200 kurzlebiger Eisfall

Start von Halteplatz auf alter Simplonstrasse zwischen Gabitunnel und Lawinenverbauung Alte Kaserne. Nach der Überquerung der Diveria den Steilhang Richtung Seehorn bis zum Eisfall links aufsteigen. 25 Min.

Nach der ersten Seillänge sehr schwierige Route mit einer engen Kerze.

Abseilen, an Bäumen und zweite Seillänge Bohrhaken.

16. STILLICIDIO

Schwierigkeitsgrad

Länge

Lage

Höhe

Bermerkungen

Schwierig

+80

 N

1200 Interessante Klettertour

Start von Halteplatz auf alter Simplonstrasse zwischen Gabitunnel und Lawinenverbauung Alte Kaserne. Nach der Überquerung der Diveria den Steilhang Richtung Seehorn bis zum Eisfall rechts aufsteigen. 30 Min.

Interessante Tour. Der erste Seillänge ist einfach, in der zweiten befindet sich eine steile, heikle Wand.

Abseilen, erste Länge an Bäumen, zweite Seillänge vom ausgerüsteten Rastplatz.

17. CASCATONE DI GABI

Schwierigkeitsgrad

Länge

Lage

Höhe

Bermerkungen

Sehr schwierig

++200

 N

1400 Häufig begangen, Kondition gefragt

Route 16, Stillicidio dient als Zugang. Anschliessend links den Wald hochsteigen nach links zum Einstieg gehen. Ab Ausstieg Stillicidio 30 Min. Der Zugang ist weit und beschwerlich.

Langer breiter Eisfall. Die Aufstiegsroute kann je nach Eiszustand auf dem breiten Eisrücken ausgewählt werden. Teils sehr schwierige Abschnitte. Standplätze auf Eis.

Beim Abstieg nach rechts zum Alpweg gehen, der vom Furggi ans Gabi führt.

18. GOSTH

Schwierigkeitsgrad

Länge

Lage

Höhe

Bermerkungen

Ziemlich schwierig

100 NW 1250 Für Anfänger unter Führung

Startort ist Gabi. Die drei Eisfälle Gosth, Lacrima di Ghiaccio und Scott Gally (von links nach rechts) sind von Gabi in dem gegenüberliegenden Hubultischuggu sichtbar. (Felswand zu Furggu). Weiter rechts hat es noch kleinere Fälle.

Man quert den Fluss und geht durch den Wald bis an den Fuss von Gosth. 30 Min.

Die erste Seillänge ist schwierig und steil. Sie endet bei einer grossen Lärche - Rastplatz. Flacher geht's nun weiter, bis der Eisfall im Wald endet.

Abseilen an Bäumen.

19. LACRIMA DI GHIACCIO

Schwierigkeitsgrad

Länge

Lage

Höhe

Bermerkungen

Sehr schwierig

100

 NW

1250

Der schwierigste Driling

Startort ist Gabi. Die drei Eisfälle Gosth, Lacrima di Ghiaccio und Scott Gally (von links nach rechts) sind von Gabi in dem gegenüberliegenden Hubultischuggu sichtbar. (Felswand zu Furggu). Weiter rechts hat es noch kleinere Fälle.  -  Man quert den Fluss und geht durch den Wald bis an den Fuss von Lacrima di Ghiaccio. 30 Min.

Die erste Seillänge ist sehr schwierig. Der Eisfall bildet sich über mehrere  kurze Felsvorsprünge. Er endet in enger Rinne im Wald.

Abseilen an Bäumen

20. SCOTT GALLY

Schwierigkeitsgrad

Länge

Lage

Höhe

Bermerkungen

Ziemlich schwierig

100 NW 1250 Schöne Klettertour für geführte Anfänger

Startort ist Gabi. Die drei Eisfälle Gosth, Lacrima di Ghiaccio und Scott Gally (von links nach rechts) sind von Gabi in dem gegenüberliegenden Hubultischuggu sichtbar. (Felswand zu Furggu). Weiter rechts hat es noch kleinere Fälle.

Man quert den Fluss und geht durch den Wald bis an den Fuss von Scott Gally 30 Min.

Schöne und interessante Route. Beginn und Ausstieg verlaufen in einer engen Rille.

Abseilen an Bäumen.

21. COLIBRI

Schwierigkeitsgrad

Länge

Lage

Höhe

Bermerkungen

Äusserst schwierig

50

NW 1400 Kurze, schwierige Tour

 Ausgangspunkt ist Ende Kurvengalerie im Wäxel Richtung Gabi. Hinunter zur Laggina gehen, Fluss überqueren und den Schiltgraben hochsteigen bis zum Fuss des Eisfalls.
45 Min.

Schöne, aber kurze und  sehr schwierige Klettertour. Eisfall ist senkrecht und bildet auf halber Höhe eine grosse und überhängende Traube. Diese versucht man links zu umgehen.

Abseilen an Baum links vom Eisfall.